Sitting Bull - Erik Lorenz
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Sitting Bull

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Die Geschichte des Sitting Bull
Sitting Bull 538 385_mini

Palisander Verlag

224 Seiten

€ 22,90

Der zehnjährige David vom Stamm der Sicangu Lakota kennt Tatanka Iyotake, besser bekannt als Sitting Bull, nur als eine mythische Gestalt seines Volkes. Als er seinen Großvater besucht, erfährt er von ihm die wahre Geschichte des berühmten Häuptlings und Medizinmanns der Lakota. Am Lagerfeuer des alten Mannes taucht er ein in eine längst vergangene Zeit, in die faszinierende Welt des amerikanischen Westens – die spannende Lebensgeschichte Sitting Bulls.
In dieser großartig illustrierten Erzählung für Jung und Alt wird die wechselvolle Geschichte des Jägers, Sonnentänzers, Kriegers, Geheimnismanns, Kriegshäuptlings und Showmanns Sitting Bull zu neuem Leben erweckt.

Die Abbildungen stammen von der preisgekrönten Münchener Buchillustratorin Claudia Lieb.

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Pressestimmen
Erik Lorenz hat ein Geschichtenbuch, ein biografisches, geschrieben. Es ist schlichtweg hervorragend erzählt. Es ist informativ, auch wegen der kleinen Einschübe, Erklärungen und Zitate, die die einzelnen Geschichten ergänzen. Und es ist wunderschön bebildert.
(Litterae Artesque)

Eine der schönsten Veröffentlichungen, die ich kenne.

(D. Kügler, Magazin für Amerikanistik)

Tatanka Iyotake, englisch: Sitting Bull, dürfte nicht nur den Fans von Liselotte Welskopf-Henrichs Buchreihe »Die Söhne der Großen Bärin« ein Begriff sein. Im vierten Band dieser Reihe kehrt der Held Harka nach der Ermordung seines Vaters zu den Lakota-Indianern zurück, wo er von einem fiesen Medizinmann an den Marterpfahl gebracht und durch Sitting Bull gerettet wird (der hier einen seiner seltenen Auftritte im Sechsteiler hat). So kann sich Harka als Häuptling Tokei-ihto an den letzten Kämpfen der Prärieindianer gegen die US-Truppen beteiligen, und schließlich die Reste seines Stammes über die Grenze nach Kanada führen. Eine lesenswerte literarische Fiktion.

Zum historischen Sitting Bull gibt es viele Quellen, allerdings von sehr unterschiedlicher Qualität. Erwähnt seien Dee Browns Sachbuch »Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses« und eine Kurzbiographie im Sammelband »Von Sasacus bis Geronimo« des tschechischen Völkerkundlers Miroslav Stingl. Im März hat Erik Lorenz nun »Die Geschichte des Sitting Bull« vorgelegt. Der Autor gilt seit seiner Welskopf-Henrich-Biographie von 2009 als Kenner der Geschichte der nordamerikanischen Indianer. Sein jetzt im Palisander-Verlag erschienenes Buch ist allerdings eher biographische Erzählung als wissenschaftliche Abhandlung. Historische Ereignisse, an denen Sitting Bull nicht unmittelbar beteiligt war, finden sich darin kaum.

Lorenz geht es in erster Linie um den Werdegang des legendären Indianers. Wie Sitting Bull die verbündeten Stämme in die Schlacht am Little Bighorn führte, wird eher kurz abgehandelt; auch seine Flucht nach Kanada sowie seine Rolle in der Geistertanzbewegung werden anderswo ausführlicher behandelt. Dafür findet man zahlreiche wenig bekannte Episoden aus seiner Kindheit sowie Informationen zu seinem Familienleben.

Sehr lesenswert sind Lorenz’ Beschreibungen indianischer Lebensweisen. Die Kultur der Prärievölker Nordamerikas war vergleichsweise jung. Erst mit den spanischen Konquistadoren kam das Pferd nach Amerika, was es verschiedenen Stämmen ermöglichte, die Weiten der Prärien zu durchstreifen und Büffel zu jagen. Der Einbruch der kapitalistischen Moderne in Gestalt der Eisenbahn bedeutete das Ende dieser Nomadenkultur.

Da die Büffelherden den Bahnverkehr störten, wurden die Tiere massenhaft von bezahlten Berufsjägern abgeknallt. So wurde der Lebensweise der Prärieindianer die Grundlage entzogen, wie Lorenz zutreffend vermerkt.

Was die Gewehre des Militärs nicht vermochten, besorgte der Hunger. Da auch in Kanada die Büffelherden verschwunden waren, kehrte Sitting Bull schließlich mit einer letzten Handvoll seiner Anhänger in die USA zurück. Auf einer von der US-Regierung betriebenen Reservation wurden ihnen kärgliche Lebensmittelrationen zugestanden. Eine Gefahr stellten die entwaffneten indianischen Krieger für die weißen Landräuber nicht mehr dar; bei der Erschießung Sitting Bulls im Jahre 1890 durch indianische Polizisten dürfte es sich um einen späten Racheakt der US-Regierung für die verlorene Schlacht von Little Bighorn gehandelt haben.

Zum empfehlen ist das Buch allein schon wegen der zahlreich eingestreuten Bilder der Graphikerin Claudia Lieb, die sich deutlich von indianischer Kunst inspirieren ließ.
(Junge Welt)

Das Buch ist eine Wucht. Die Aufmachung, die Illustrationen und die Geschichte selbst, einfach umwerfend.

(Fantasy Books)

Erik Lorenz erzählt mit „Die Geschichte des Sitting Bull“ auf eine ganz besondere Art über das Leben und Wirken des berühmten Indianerhäuptlings.

Statt die Fakten einfach ähnlich einer Biografie herunterzurasseln, erscheint die Geschichte wie ein Roman, der ein großes Abenteuer darstellt. Sofort ist man mittendrin und erfährt beständig Neues, das man bisher so nicht auf dem Schirm hatte. Dabei ist dieses Buch nicht nur sehr informativ, sondern auch sehr spannend und eingängig erzählt. Als Leser leidet man mit den Indianern mit und fühlt sich in die Zeit zurückversetzt, als die Prärien noch von Büffeln und umherziehenden Indianern geprägt waren.

Auch die vielen Zusatzinformationen, die am Rand der Seiten eingepflegt wurden,lesen sich durchweg informativ und lassen die Person Sitting Bull stets authentisch und dreidimensional erscheinen. Sie lockern die eigentliche Geschichte immer wieder auf und werden von ausdrucksstarken Bildern unterstützt.

Fazit: Spannendes und informatives Abenteuer, das dem Leser das Leben und Wirken des Sitting Bull auf eine anschauliche Weise näher bringt und neue Perspektiven eröffnet.
(Buecherwuermchenswelt)

Sitting Bull
Sitting Bull
Sitting Bull

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